CfA: „Challenges of Data Collection, Re-use, and Analysis: Public Opinion, Political Debates, and Protests in the Context of the Russo-Ukrainian War"
The Research Centre for East European Studies (FSO), Bremen, 25-27.08.2025
Buchvorstellung/Gespräch
19:00 Uhr, Theater Bremen, Foyer Großes Haus
"White But Not Quite": Gibt es antiosteuropäischen Rassismus?
mit Autor Ivan Kalmar
Einführung: Klaas Anders, Moderation: Anke Hilbrenner
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Muriel Nägler
Einführung für Studierende
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Agata Zysiak (Vienna/Lodz)
The Socialist Citizenship. Social Rights and Class in Postwar Poland
Buchvorstellung und Gespräch
18:00 Uhr, Europapunkt
Ein Russland nach Putin?
mit Jens Siegert und Susanne Schattenberg
CfP: Coming to the Surface or Going Underground? Art Practices, Actors, and Lifestyles in the Soviet Union of the 1950s-1970s
The Research Centre for East European Studies (FSO), Bremen, November 13-14, 2025
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Hera Shokohi (Bonn)
Genozid und Totalitarismus. Die Sprache der Erinnerung an die Opfer des Stalinismus in der Ukraine und Kasachstan
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Sheila Fitzpatrick (Melbourne)
Lost Souls. Soviet Displaced Persons and the Birth of the Cold War
Wissenswertes
Europäisierung der Gewerkschaften aus den Staaten der Osterweiterung. Entwicklungsperspektiven von gewerkschaftlicher Interessenvertretung und Solidarität in der EU
Gefördert von der Hans Böckler Stiftung, 09/2012 - 08/2014, Projektleitung: Prof. Heiko PleinesZusammenfassung
Das Projekt hat untersucht, inwieweit Gewerkschaften aus den Mitgliedsstaaten der Osterweiterung in Entscheidungsprozesse auf der EU-Ebene und in europäische Kooperationen integriert sind und wie die entsprechende Zusammenarbeit von ihnen bewertet wird.
Dazu wurden von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen und den Projektpartnern in den sechs Untersuchungsländern sowie in Brüssel insgesamt über 150 Interviews durchgeführt und detaillierte Fallstudien erstellt.
Kontext
Im Zuge der EU-Osterweiterung traten zehn post-sozialistische Länder der Europäischen Union bei. Seitdem sind auch die Gewerkschaften dieser Länder berechtigt, sich an den Entscheidungsfindungsprozessen der Europäischen Union zu beteiligen. Dies fällt ihnen aber aufgrund organisatorischer sowie struktureller Schwächen schwer.
Gewerkschaften aus den neuen Mitgliedsländern waren so auf der EU-Ebene klar unterrepräsentiert und nur schwach vertreten. Gleichzeitig sind Gewerkschaften aus den neuen Mitgliedsländern aber auch über andere Kanäle, wie etwa EuroBetriebsräte oder regionale Kooperationen, mit Gewerkschaften aus anderen (alten und neuen) EU-Mitgliedsländern vernetzt.
Die Gewerkschaften aus den neuen Mitgliedsländern sehen die EU in der Regel deutlich positiver als z.B. die deutschen Gewerkschaften. Sie sehen den Einfluss der EU auf die nationale Politik eher als hilfreich an und unterstützen mit großer Mehrheit eine stärkere Rolle für die EU.
Fragestellung
Das Projekt hat (in Fortsetzung unserer Studie von 2007) die Integration der Gewerkschaften aus den mittelost- und südosteuropäischen Mitgliedsländern in das System der EU-Governance untersucht. Neben der EU-Ebene wurden dabei auch Euro-Betriebsräte und interregionale Gewerkschaftsräte einbezogen. Es wurde erfasst, inwieweit Gewerkschaften aus den neuen Mitgliedsländern in europäische Strukturen integriert sind und wie die entsprechende Zusammenarbeit von ihnen bewertet wird.
Darauf aufbauend wurde untersucht, welche Strategien die Gewerkschaften aus den EU-Staaten der Osterweiterung dabei verfolgen und wie diese Strategien intern entwickelt und diskutiert werden. Die empirischen Ergebnisse wurden rückgebunden an die Interessengruppenforschung und die Europäisierungsforschung.
Untersuchungsmethoden
In die Studie einbezogen wurden die größten Gewerkschaften aus den sechs größten EU-Mitgliedsländern der Osterweiterung (Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn). Dabei wurden für jedes Land alle übergreifenden nationalen Dachverbände sowie die nationalen Branchenverbände für Bergbau, Metallindustrie, Handel und Finanzen berücksichtigt. Insgesamt wurden im Projekt 56 Gewerkschaften identifiziert, bei denen soweit möglich jeweils alle mit der EU, Euro-Betriebsräten und interregionalen Gewerkschaftsräten befassten leitenden Mitarbeiter sowie ein Vorstandsmitglied mit breiteren Zuständigkeiten interviewt wurden. Insgesamt wurden im Projekt im Frühjahr und Sommer 2013 über 150 Interviews durchgeführt. Ergänzend erfolgt die Sammlung statistischer Daten, die Auswertung von Dokumenten und Medienberichterstattung.
Für ausgewählte Gewerkschaften wurden ausführliche Fallstudien erstellt, die neben Interviews auch (Rechenschafts-)Berichte der beteiligten Akteure und der relevanten EU-Organe, journalistische Berichterstattung und Expertenanalysen sowie Umfragen und statistische Daten einbeziehen. Während die Interviews die Positionen der entsprechenden Gewerkschaften insgesamt erfassen sollen, dienen die Fallstudien dazu die entsprechenden internen Entscheidungsprozesse und Argumentationen zu erfassen.
Eine ausführlichere Beschreibung des Untersuchungsdesign kann hier heruntergeladen werden.
Ergebnisse
Ein Überblick über die Projektergebnisse ist 2015 als Buch erschienen:
Christin Landgraf, Heiko Pleines (eds): Interest Representation and Europeanization of Trade Unions in EU Member States of the Eastern Enlargement, ibidem Verlag, 2015
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