CfA: „Challenges of Data Collection, Re-use, and Analysis: Public Opinion, Political Debates, and Protests in the Context of the Russo-Ukrainian War"
The Research Centre for East European Studies (FSO), Bremen, 25-27.08.2025
Buchvorstellung/Gespräch
19:00 Uhr, Theater Bremen, Foyer Großes Haus
"White But Not Quite": Gibt es antiosteuropäischen Rassismus?
mit Autor Ivan Kalmar
Einführung: Klaas Anders, Moderation: Anke Hilbrenner
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Muriel Nägler
Einführung für Studierende
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Agata Zysiak (Vienna/Lodz)
The Socialist Citizenship. Social Rights and Class in Postwar Poland
Buchvorstellung und Gespräch
18:00 Uhr, Europapunkt
Ein Russland nach Putin?
mit Jens Siegert und Susanne Schattenberg
CfP: Coming to the Surface or Going Underground? Art Practices, Actors, and Lifestyles in the Soviet Union of the 1950s-1970s
The Research Centre for East European Studies (FSO), Bremen, November 13-14, 2025
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Hera Shokohi (Bonn)
Genozid und Totalitarismus. Die Sprache der Erinnerung an die Opfer des Stalinismus in der Ukraine und Kasachstan
Kolloquiumsvortrag
18:15 Uhr, IW3 0330 / Zoom
Sheila Fitzpatrick (Melbourne)
Lost Souls. Soviet Displaced Persons and the Birth of the Cold War
Wissenswertes
Lew Kopelew vor der Berliner Mauer
Am 11. / 12. November 1989, unmittelbar nach dem Mauerfall in Berlin
Lew Kopelew vor der Berliner Mauer. Archiv der Forschungsstelle Osteuropa. Foto: Karl-Heinz Korn.
Am Vormittag des 11. November erreichte uns ein Telefonanruf – es war Lew Kopelew, und er sagte: „Christa, Gerhard, ich bin hier! Bei euch!“
Er hatte sich in Begleitung von Karl-Heinz Korn und Brigitte Segschneider auf den Weg nach Berlin gemacht, und man hatte ihn, da er in der Aufregung seinen Pass nicht dabei hatte, zuerst an der Grenzstelle Heinrich-Heine-Straße nicht passieren lassen wollen. Erst durch den Protest aus der Schlange der Menschen, die den Grenzposten zuriefen: „Sie wollen den bedeutendsten russischen Schriftsteller Kopelew nicht durchlassen?!“, konnte er passieren, mit dem Verweis, doch bei seiner Rückkehr dann doch wieder an diesem Posten vorbeizukommen.
So saß er kurz darauf in unserer Küche in Berlin-Pankow, Amalienpark 7, wie wir Jahre zuvor, 1968, bei ihm und seiner Frau Raissa Orlowa in seiner Moskauer Küche oder am Tag des Begräbnisses von Heinrich Böll 1985 in seiner Kölner Küche gesessen hatten.
„Es begann“, wie er später notierte, „ein Gespräch, das nicht enden wollte, über alles mögliche: über traurige, schmerzliche und freudige Geschehnisse, über die Umsiedler und Leipziger Demonstranten, über Gorbatschow und Biermann, über neue Bücher, Filme, Gedichte – und immer wieder über das große Wunder dieser deutschen Revolution...“
Am nächsten Tag stand er in der Nähe des Potsdamer Platzes an der Mauer, wo ihn Karl-Heinz Korn fotografierte, und wir begleiteten ihn zu einem Besuch auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, wo er unbedingt die Gräber von Bertolt Brecht und Anna Seghers sehen wollte.
Es war für ihn und uns sicher die unvergesslichste Begegnung, über die er schrieb: „... diese einzigartige, gewaltlose, humane demokratische und soziale Revolution beweist eindeutig: Die Einheit der deutschen Nation ist Wirklichkeit. Sie besteht heute, wie sie vor Jahrhunderten schon bestand – die nationale Einheit im geistigen Leben, in der Sprache, in der Kunst und Dichtung, in der Erkenntnis des gemeinsamen historischen Schicksals.“
Gerhard Wolf
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