Kolloquiumsvortrag
18:15 IW3/ Zoom
Kirsten Bönker (Lüneburg)
Auf dem Weg zu einem "gemeinsamen europäischen Haus"? Der Boom der westdeutsch-sowjetischen Städtepartnerschaften in der Perestrojka
Lunchtalk
12:00 Uhr, OEG
Sarah Wilson Sokhey (Colorado Boulder)
Governing Under Crisis: Local Politics in Wartime Ukraine?
Student Magazine: "Beyond Empire: Eastern Europe in Focus"
Wissenswertes
Unlocking the Black Box Russia
Finanziert vom Auswärtigen Amt im Rahmen des ÖPR-Programms „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland, Laufzeit 2026
Russland entzieht sich. Es gibt immer weniger Journalist:innen, die aus Russland berichten. Es gibt kaum noch westliche Wissenschaftler:innen, die sich im Land aufhalten und Feldforschung machen. Journalist:in oder Wissenschaftler:in zu sein bedeutet in Russland, sich ständig einer Gefahr auszusetzen. Viele Akteur:innen der Zivilgesellschaft und der Medien wurden von der russischen Regierung kriminalisiert. Dies bezieht sich auch auf wissenschaftliche Institute. Neben der Kriminalisierung des Journalismus und der Wissenschaft lässt sich eine weitere Tendenz beobachten: Es gibt immer weniger zuverlässige Quellen, die einen Einblick in Russland liefern. Die statistischen Daten – etwa zu Demografie oder Wirtschaft – werden Schritt für Schritt unzugänglicher. Mit anderen Worten: Russland wird zu einer Black Box.
Diese Situation erinnert an die Zeit, als die Sowjetunion für westliche Journalist:innen und Forschende eine Black Box war. Aktuelle Entwicklungen drohen dazu zu führen, dass Russland sich erneut einem analytischen Blick komplett entzieht und wir die Möglichkeit verlieren, ein komplexes Bild von Russland zu zeichnen und das Land in seiner Komplexität zu verstehen.
Hier setzt das Projekt „Unlocking the Black Box Russia“ an, das die Forschungsstelle Osteuropa in Bremen (FSO) gemeinsam mit dem ehemaligen IT-Team der renommierten Novaya Gazeta in Moskau (zurzeit an Novaya Gazeta Baltia angesiedelt) sowie mit anderen Projektpartner:innen in Deutschland, Russland und Exil auf die Beine stellen möchte.
Das Projekt ist an der Schnittstelle zwischen Journalismus, Wissenschaft und Technologie angesiedelt und zielt erstens auf die Entwicklung der digitalen Infrastruktur für Recherche, Datenbeschaffung und -analyse, zweitens auf die Erhöhung der Resilienz der russischsprachigen Qualitätsmedien, und drittens auf den Auf- und Ausbau des Netzwerks sowie auf die praxisorientierte Vernetzung zwischen Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Entwickler:innen.
Projektkoordinator: Leonid A. KlimovDas Projekt wird unterstützt von:

Länder-Analysen
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» Eastern Europe - Analytical Digests
Discuss Data
Archiving, sharing and discussing research data on Eastern Europe, South Caucasus and Central AsiaForschungsnetzwerk
Studies on Conflicts and AuthoritarianismOnline-Dossiers zu
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» Russian street art against war
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» sowjetischem Truppenabzug aus der DDR
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